Der awaremem® Motivatoren-Spiegel

Ein Online Tool auf www.findyourvoice.ch

Dass die beruflichen Leistungen eines Menschen wesentlich von angelegten Talenten, erlerntem Wissen und erworbenen Fähigkeiten bestimmt werden, ist naheliegend. Die traditionelle berufliche Eignungsdiagnostik hat sich deshalb auch in erster Linie diesem Thema gewidmet, wobei die jüngste, für die Praxis sehr zu begrüssende Entwicklung darin besteht, sogenannte „Kompetenzen“ zu definieren und zu beurteilen.

Welche Lücke schliesst der awaremem® Motivatoren-Spiegel?

Etwas stiefmütterlich behandelt in der Eignungsdiagnostik wurden bisher jedoch berufsbezogene Neigungen, Abneigungen, Interessen und Werthaltungen, kurz: das „berufliche Naturell“ eines Menschen. Gerade solche „Motivatoren“ sind jedoch von grundlegender und erfolgsentscheidender Bedeutung, denn:

Um dies alles sichtbar zu machen und daraus für Individuen, Teams und Organisationen Nutzen zu generieren, wurde das Instrument „awaremem® Motivatoren-Spiegel“ entwickelt. Es ist seit 2009 im Einsatz und hat sich darin immer wieder bestens bewährt.

Was zeigt der awaremem® Motivatoren-Spiegel an?

So wie ein Kompass Orientierung gibt, indem er zuverlässig die Himmelsrichtungen anzeigt, lässt der awaremem® Motivatoren-Spiegel Orientierungssignale aufleuchten, die in Richtung berufliche Erfüllung weisen. Ebenso werden Gebiete deutlich, die man besser meidet. Die Auswertung eines individuellen Motivatoren-Spiegels besteht in 21 Grafiken, ergänzt durch ein 15-seitige Textdokument „Interpretationshilfen“. Die Auswertungsgrafiken geben Auskunft über folgende Themen:

Auswertungen von beliebig vielen individuellen Motivatoren-Spiegeln können zusammengefasst werden und ergeben dann für die Gesamtgruppe einen awaremem® Kultur-Spiegel. Er macht das gemittelte berufliche Naturell eines Teams sichtbar, zu dem alle Teammitglieder beitragen, wobei einzelne Teammitglieder aber sicherlich „atypisch“ sind.

Wesentlich am awaremem® Motivatoren-Spiegel ist die Tatsache, dass die den Auswertungen zugrunde liegenden Konzepte keine Typologien darstellen. Auf Basis der Auswertungsgrafiken ist es weder wünschbar noch statthaft, Menschen „in eine Schublade zu stecken“. Vielmehr geht es darum, die Einzigartigkeit jedes Individuums in seiner gegenwärtigen Lebensphase abzubilden, anzuerkennen und wertzuschätzen. Auch sind die gewonnenen „Spiegelbildern“ keine in Stein gemeisselte Persönlichkeitsportraits, die von sich beanspruchen, ein Leben lang unverändert zu bleiben. Wir Menschen sind immer „work in progress“!

Wie misst der awaremem® Motivatoren-Spiegel?

Der awaremem® Motivatoren-Spiegel ist kein Test – und zwar im doppelten Sinne. Erstens wird mit diesem Tool niemand „getestet“. Es gibt keine „besseren“ oder „schlechteren“ Auswertungsergebnisse. Die „Spiegelbilder“ werden grundsätzlich nicht bewertet. Der awaremem® Motivatoren-Spiegel ist auch kein Test im Sinne der psychologischen Testtheorie. Es gibt keine faktorenanalytisch gewonnenen Skalen und es finden keinerlei Vergleiche mit einer Norm-Population statt. Alle Auswertungen sind das Ergebnis von (ähnlichen oder unterschiedlichen) Gewichtungen innerhalb ein- und derselben Person (intra-individuelle Profile). Viele kleine Wahlhandlungen werden auf der Basis zugrunde liegender Modelle wie Mosaiksteinchen zu Mosaikbildern zusammengefügt.

Die Ergebnisse des awaremem® Motivatoren-Spiegel sind auch keine „Selbst-Bilder“, sondern vielmehr „Selbst-Ausdruck“ einer Person. Wenn jemand der Aussage „Ich bin ein verträglicher Zeitgenosse“ voll und ganz zustimmt, handelt es sich um ein Selbstbild. Wenn aber jemand aus einer Liste von Restaurants das „Acapulco“, „Sombrero“ und „Popocatepetl“ als Lieblingsrestaurants auswählt, tut die Person damit kund, dass sie mexikanisches Essen liebt. Das ist dann ihr Selbstausdruck.

Wie kommt man zu seinen „Spiegelbildern“?

Auf www.findyourvoice.ch findet sich das Tool mit den Schritten Registrierung, Lesen von Instruktionen und Machen von Eingaben. Der ganze Prozess nimmt in der Regel eine halbe Stunde, keinesfalls länger als eine Stunde in Anspruch.

Ein Pauschalangebot „Laufbahnberatung für ein erfüllendes Berufsleben“ in Höhe von CHF 1'000.-- umfasst neben dem Motivatoren-Spiegel noch das Online-Tool „Job-Psychogramm“ und weitere Abklärungen mittels offener, die beiden Tools ergänzender Fragen. Auf ein etwa zweistündiges, persönliches Beratungsgespräch folgt ein bis zwei Monate später eine bis zu halbstündige telefonische Nachbesprechung.

Wird ein Motivatoren-Spiegel im Rahmen eines Auftrages einer Organisation erstellt, registrieren sich die Nutzer mit einem vorher zugestellten „Seminarcode“.

Den awaremem® Motivatoren-Spiegel gibt es auch in englischer Sprache: the awaremem® motivators radar, auf www.findyourvoice.ch.

Die untere Altersgrenze für eine sinnvolle Durchführung des awaremem® Motivatoren-Spiegels liegt bei 23/24 Jahren. Für junge Menschen im Alter von 14/15 bis etwa 23/24 Jahren wurde 2014 der „Berufungskompass für junge Menschen“ (BKJM) entwickelt. Dieses Online-Tool bedarf der Zustellung eines Zugangscodes durch einen zertifizierten Berufungscoach und findet sich auf www.berufungskompass.org.

Wo wird der awaremem® Motivatoren-Spiegel überall eingesetzt?

In folgenden Kontexten wurde dieses Tool erfolgreich eingesetzt:

Bewährt hat sich der awaremem® Motivatoren-Spiegel auch bei der Entscheidungsfindung über die Teilnahme von Mitarbeitern an einer geplanten Weiterbildung: Menschen eine bestimmte Kompetenzentwicklung zu „verordnen“, die ihren Neigungen, Interessen und ihrem beruflichem Selbstverständnis zuwider läuft, ist zum Scheitern verurteilt. In einem awaremem® Motivatoren-Spiegel zeigt sich, ob eine vorgesehene Weiterbildungsmassnahme beim betreffenden Mitarbeiter auf fruchtbaren Boden fallen oder innere Widerstände hervorrufen wird. In Einzel-Auswertungsgesprächen vor der Weiterbildungsmassnahme wird darüber mit jedem Mitarbeiter ein Konsens erzielt. So wird sichergestellt, dass nur echt Motivierte an der Weiterbildung teilnehmen. Dies maximiert die Effektivität der Weiterbildung und minimiert gleichzeitig deren Kosten, weil von Haus aus Demotivierte der Weiterbildung fernbleiben.

Der awaremem® Motivatoren-Spiegel eignet sich auch zur Selektion von Stellenbewerbern, denn er liefert aussagekräftige Antworten auf die Frage: Passen die Neigungen und Werte des Bewerbers/der Bewerberin zu den künftigen Aufgaben? Zum künftigen Arbeitsumfeld? Zur Kultur der Organisation(seinheit)? Konkret kann dieses Tool zum Pre-Screening von BewerberInnen, genutzt werden, bevor KandidatInnen zu einem aufwendigen Assessment eingeladen werden,. Gemeinsam mit der Linie und der Personalentwicklung werden je nach zu besetzender Stelle „Schwellen“ in den Auswertungen festgelegt, die als Filter dienen. Dadurch bereits in einem frühen Stadium ausscheidende BewerberInnen erhalten ihre Auswertungen als "Geschenk" und wertvolle Hilfe für ihre weiteren beruflichen Entscheidungsfindungen. Ein solches Geschenk hilft dem abgewiesenen Bewerber auf seinem Weg, eine zu seinem Neigungs- und Werteprofil passende Anstellung zu finden. Die Organisation, von der er diese Hilfe gratis bekommen hat, wird er in bester Erinnerung behalten und entsprechend positiv über sie sprechen.