Der Berufungskompass für junge Menschen (BKJM)

Ein Online-Tool auf www.berufungskompass.org

Ungefähr jeder dritte Jugendliche im deutschen Sprachraum bricht die Berufsausbildung oder das Studium unvollendet ab. Hinter dieser alarmierenden Statistik verbergen sich nicht nur leidvolle Schicksale junger Menschen, die ihren Einstieg ins Erwachsenenalter als Scheitern erleben und von deren Eltern, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen. Volkswirtschaftlich gesehen kosten die massenhaft abgebrochenen Jugendkarrieren Milliarden, die wir uns schon deshalb nicht leisten können, weil infolge der demografischen Entwicklung der Nachwuchs an qualifizierten Fach- und Führungskräften immer dünner wird.

Ein Hauptgrund für abgebrochene Jugendkarrieren liegt darin, dass heranwachsende Menschen noch nicht wissen und auch noch nicht wissen können, was ihr „berufliches Naturell“ – Neigungen und Abneigungen, Interessen und Desinteressen, Motive und Werthaltungen – ausmacht. Sie folgen gerne Einflüsterungen wohlmeinender, aber oft nur eigenen Wunschprojektionen erliegender Bezugspersonen, lassen sich leicht blenden vom medial vermittelten, vermeintlichen Glanz klischeehafter Traumkarrieren und steigern sich dann häufig in Fantasien, die jeglicher Realität entbehren.

To get where you want to go, you first have to stand and be who you are!“, sagte die CNN- Chef-Korrespondentin Candy Crowley anlässlich einer College-Abschlussfeier im mittleren Westen der USA. Wer nicht weiss, wer er/sie ist und wie sie/er tickt, kann auch nicht wissen, wohin er/sie gehört. Eine Palme wird im Stadtpark von Stockholm erfrieren, auch wenn sie sich für eine Birke hält.

Der BKJM wurde entwickelt, um Jugendlichen die Richtung aufzuzeigen, die ein Aufblühen, Reifen und schliesslich Einbringen edler Früchte in Aussicht stellt. Auch wenn die Zukunft unserer Welt und der darin lebenden Menschen immer weniger vorhersagbar wird, zeichnet sich doch bereits in jungen Jahren ab, „aus welchem Holz“ ein Mensch „geschnitzt“ ist, wo berufliche Erfüllung erfahren werden kann und welche Wege in die Sackgasse führen. Aus einer Palme wird nun einmal keine Birke, und eine Birke mutiert nicht zur Palme. Palmen haben eine andere „Berufung“ als Birken.

Was zeigt der BKJM an?

So wie ein Kompass Orientierung gibt, indem er zuverlässig die Himmelsrichtungen anzeigt, lässt der BKJM Orientierungssignale aufleuchten, die in Richtung berufliche Erfüllung weisen. Konkret sind dies:

jeweiligen Beruf

kann

Wie sagen Jugendliche und Eltern zum BKJM?

Die Rückmeldungen mit Berufungscoachings mit dem BKJM lassen sich zusammenfassen mit:

«Der Berufungskompass meiner Tochter wies so eindeutig in eine bestimmte Richtung, dass sie sich nach dem Coaching mit Dr. Claudio Weiss getraut, den Berufsweg einzuschlagen, der ihrem tiefsten Herzenswunsch entspricht. Für sie war dies, im Gegensatz zu früheren Berufsberatungen, eine echte “Beratung”. Danach hat sie mir den Eindruck gemacht, sich wirklich erkannt, gestärkt und bestätigt zu fühlen. Sie ist positiv, von ihrem Weg überzeugt, und dann schafft sie es auch. Für mich als Mutter ist dies eine wohltuende Beruhigung und Erleichterung.»

Jasmine G., Mutter einer 20jährigen Tochter, Rapperswil-Jona (Schweiz)

«Ich finde den Berufungskompass sehr toll, weil man Sachen über sich erfährt, die man vorher noch garnicht wusste. Ich kann die Erkenntnisse auch in meine Bewerbungen einfliessen lassen, so dass sich meine Bewerbungen von der Konkurrenz abheben.»

Maximilian, 16 Jahre, Luzern (Schweiz)

«Dieses Projekt, Ihre Arbeit und Ihre Ausführungen haben uns in der Familie in eine äußerst bereicherndeDiskussion gebracht. Was besonders schön zu beobachten ist, ist, dass F. die Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Thema Zukunft annimmt. Er wirkt etwas erleichtert auf mich. Das Wissen, wo er Stärken hat,die Ahnung, wo es hingehen könnte, beruhigen ihn anscheinend. Es war eine sehr, sehr gute Entscheidung,den Berufungskompass auszufüllen.»

Gernot H., Vater eines 16-jährigen Sohnes, Passau (Deutschland)

Wie funktioniert der BKJM?

Der BKJM ist kein Test – und zwar im doppelten Sinne. Erstens wird mit diesem Tool niemand „getestet“.Es geht nicht um Leistungen oder Fähigkeiten wie beim klassischen Intelligenztest. Der BKJM ist auch kein Test im Sinne der psychologischen Testtheorie. Es gibt keine faktorenanalytisch gewonnenen Skalen und es finden keinerlei Vergleiche mit einer Norm-Population statt. Alle Auswertungen sind das Ergebnis von (ähnlichen oder unterschiedlichen) Gewichtungen innerhalb ein- und derselben Person (intra-individuelle Profile). Viele kleine Wahlhandlungen werden auf der Basis zugrunde liegender Modelle wie Mosaiksteinchen zu Mosaikbildern zusammengefügt. Der BKJM ist - wissenschaftlich gesprochen - ein „idiographisches, standardisiertes Explorationsverfahren“.

Die Ergebnisse des BKJM sind auch keine „Selbst-Bilder“ sondern vielmehr „Selbst-Ausdruck“ einer jugendlichen Person. Wenn jemand der Aussage „Ich bin ein verträglicher Zeitgenosse“ voll und ganz zustimmt, handelt es sich um ein Selbstbild. Wenn aber jemand aus einer Liste von Restaurants das „Acapulco“, „Sombrero“und „Popocatepetl“ als Lieblingsrestaurants auswählt, tut die Person damit kund, dass sie mexikanisches Essen liebt. Das ist ein „Selbst-Ausdruck“.

Wer nutzt den BKJM – und wozu?

Der BKJM kann auch bei der Selektion von jugendlichen Bewerberinnen und Bewerbern eingesetzt werden.Geeignete Selektionskriterien werden dabei gemeinsam mit den Personalverantwortlichen einer Organisation (HR und Linie) erarbeitet. Die identifizierten Kriterien dienen als notwendige Bedingungen (Filter) für sich bewerbende Jugendliche, um in eine engere Auswahl zu kommen.

Mehr über den BKJM erfahren Sie unter www.berufungskompass.org.